Ein Groenemeyer Konzert ist immer ein Erlebnis

Wer erinnert sich nicht an die frühen 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, als Herbert Groenemeyer mit seinem ersten großen Hit „Bochum“ die Hitparaden stürmte. Mit seiner Hommage an die Stadt im Herzen des Ruhrgebietes hatte er sofort den Nerv der Nation getroffen. Von Stund an war ein Groenemeyer Konzert ein kulturelles Highlight, und die Menschen liebten den schüchtern wirkenden Sänger. Das hat sich auch bis heute nicht geändert.

Zahlreiche Schicksalsschläge musste der Liedermacher im Laufe der Zeit hinnehmen, so starb unter anderem seine Frau. Vielleicht ist hier der Grund dafür zu suchen, warum der Künstler so gut in der Lage ist, Gefühle und Stimmungen, aber auch Träume und Hoffnungen in seinen Liedern zu verarbeiten. Jeder, der einmal verliebt war, findet seine Gefühlswelt in „Flugzeuge im Bauch“ perfekt beschrieben. Groenemeyer scheint bis in die Tiefen der Seele seiner Mitmenschen schauen zu können und seine Liedtexte sind wie ein Kaleidoskop dieser Emotionen.
So zieht ein Groenemeyer Konzert auch nicht nur eine bestimmte Altersstufe oder eine spezielle Gruppierung von Besuchern an, sondern sein Publikum zieht sich durch alle Schichten der Gesellschaft von Jung bis Alt. Meistens kennen seine Fans die Texte, und die Halle oder der Saal singt von Anfang an begeistert mit. Das ist allerdings auch gut so, denn leider kann man den Künstler nicht immer auf Anhieb verstehen. Seine besondere Art, sich auf der Bühne sprachlich zu artikulieren, ist mittlerweile schon fast zu einem Markenzeichen geworden, und das Auditorium quittiert es in der Regel mit frenetischem Beifall.

Immer wieder geht es in seinen Texten um Menschen, ihre Gefühle und ihre Beziehungen. Seine Lieder schreibt und komponiert Groenemeyer übrigens alle selbst und wurde mittlerweile mehrfach mit Preisen – darunter auch einem für sein Lebenswerk – ausgezeichnet. Zu seinen größten Hits zählen „Männer“, „Mensch“, „Was soll das“ und „Alkohol“. Lieder, die wahrscheinlich die halbe Republik laut mitsingen könnte. Doch der große Barde aus dem Ruhrpott ruht sich nicht auf diesen Lorbeeren aus, und wir dürfen gespannt sein, was er uns als Nächstes von seiner enormen Kreativität präsentiert.

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